2021

Arbeiterkammer,
Ried im innkreis

Kommunalgebäude

Die Bezirksstelle AK Ried im Innkreis wird den heutigen Anforderungen entsprechend neu gestaltet. Die historische Bausubstanz mit zahlreichen Mängeln macht eine umfassende Sanierung unwirtschaftlich.  Es wird ein optimierter zeitgemäßen Neubau geplant, der auf die neuen Funktionen exakt zugeschnitten ist, es werden am Standort 101 Stellplätze großteils vom Hauptgebäude überdeckt unter anderen in einem abgesenkten Parkdeck geschaffen.

Wettbewerb 2020

Das Gebäude liegt in einer kleinteiligen Siedlungsstruktur im Grüngürtel der nördlich direkt angrenzenden Parkanlage. Der Grundansatz des Entwurfskonzeptes ist die, eine Pavillion ähnliche kleinteiligere Struktur aufzubauen, welche auf die umliegende Bebauung auch in der Höhenstaffelung reagiert und vom angrenzenden Grünraum Stadtpark durchströmt wird. Durch das notwendige Zurücksetzen der Gebäudefront von der Erschließungsstraße entsteht ein leicht ansteigender Vorplatz, der das Objekt entsprechend in Erscheinung treten läßt.

Durch die klare Gliederung der Gebäudeteile werden für den Besucher bereits beim Betreten der Bezirksstelle alle wesentlichen Funktionen ablesbar, eine sehr simple Orientierbarkeit ist dadurch erreicht. Angemessen an die umliegende Bebauung wird eine maximal zweigeschoßige Gebäudestruktur gewählt. Der zentrale Eingang vom Parkdeck ist an den Verbindungslicht- und luftraum direkt an die Infostellen im EG angebunden. Generell wurde in der Konzeption ein hohes Maß an Tageslichtqualitäten der Innenräume durch gezielte Anordnung von Lufträumen, Lichtbändern und auch der Vertikalerschließung erreicht, die teilweise hohen Raumtiefen somit auch natürlich belichtet werden.

organisation

Objekt
Kommunalgebäude
Ort
Ried

Datum

2021

Die vorgeschlagene Art der Konstruktion (Flexibilität bei möglicher Umrüstung des Objektes) mit hohem möglichen Änderungspotential, die Wahl der verwendeten Materialien hinsichtlich ökologischer Unbedenklichkeit und Erneuerbarkeit (Beton, Holzfassade hinterlüftet) mit größtmöglichem Verzicht auf Problemstoffe der Zukunft (z.B. WDVS aus EPS) , die Wahl der im Gebäude integrierten Konditionierung (Bauteilaktivierung) im Niedrigenergieniveau tragen wesentlich zur Optimierung des Lebenszyklusmodelles bei. Dieses Projekt drückt den Wunsch zu nachhaltigem zukunftsweisenden Bauen aus, indem sowohl durch die entsprechende Verwendung der Materialien wie auch die hohe Flexibilität im Gebäude diesem Ziel Rechnung trägt.